Schutz der Biodiversität nicht auf Kurs (6. Oktober 2014)

Bern, 6. Oktober 2014. Der Schutz der Biodiversität und ihrer Leistungen ist nicht auf Kurs und deren Zustand wird sich weiter verschlechtern, wie der am Montag veröffentliche Weltbiodiversitätsbericht zeigt. Dies gilt auch für die Schweiz. Eine griffige Umsetzung der Strategie Biodiversität Schweiz, deren Aktionsplan in Erarbeitung ist, bleibe deshalb zentral, sagt Markus Fischer, Präsident des Forum Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften.

Auf ausgewählten Gipfeln des Schweizerischen Nationalparks wurden bereits vor 100 Jahren die Anzahl Pflanzenarten erfasst. Eine erneute Inventur zeigt dass die Artenzahl in der Zwischenzeit um durchschnittlich 44 Prozent zugenommen hat. Das Gipfelmonitoring seit 2002 des Projekts GLORIA zeigt, dass dieser Trend vor allem darauf beruht, dass mit der Klimaerwärmung mehr Pflanzenarten in grössere Höhen vordringen können (Wipf in: Cratschla 2/2013 und Cratschla 1/2016) Fiederzwenken-Kolonien werden im SNP seit 1936 unter anderem auf der Alp Stabelchod auf 1950 m dokumentiert. Mittlerweile liegen die höchsten Fundorte in der Nationalparkregion bereits auf über 2300 m. Die Pflanze konkurrenziert unter anderem Futterpflanzen der Rothirsche. (Krüsi in: Atlas des Schweizerischen Nationaparks 2013, S. 94)
Bild: M. Bolliger

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